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Wiesbaden, den 21.07.2010

Neuer Betriebskostenspiegel für Wiesbaden

2,02 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt

Mieter zahlten in der Abrechnungsperiode 2008 in Wiesbaden durchschnittlich 2,02 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten (2007: 2,03 Euro pro Quadratmeter). „Im Vergleich zum Abrechnungsjahr 2007 sind die durchschnittlich gezahlten Betriebskosten damit stabil geblieben“, erklärte der Geschäftsführer des Mieterbundes Wiesbaden und Umgebung e.V., Jost Hemming, in einer Presseerklärung. „Rechnet man allerdings alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,96 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen (+ 5 Prozent gegenüber 2007). Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 2.841,60 Euro im Jahr 2009 an Betriebskosten aufgebracht werden“, erklärte Hemming weiter.

Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Mieterbund Wiesbaden jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2008 vorgelegt hat.

Heizung und Warmwasser

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2008 gegenüber 2007 nur um knapp 2 Prozent gestiegen. Mussten 2007 noch durchschnittlich 1,10 Euro pro Quadratmeter und Monat gezahlt werden, waren es ein Jahr später nun 1,12 Euro. „Das ist umso erstaunlicher, als 2008 die Preise für Heizöl um 31,6 Prozent und die Preise für Erdgas um 8,9 Prozent teurer geworden sind“ erklärte Hemming. Offensichtlich machten sich hier erste Erfolge der energetischen Sanierung der Wohngebäude bemerkbar.

Ausblick 2009/2010

Für 2009 erwartet man beim Mieterbund in etwa gleich hohe Kosten wie 2008. Zwar seien Im Jahr 2009 die Preise für Gas und Heizöl leicht gesunken. Allerdings dürfte 2009 der Energiebedarf wieder angestiegen sein. Die Wintermonate 2009 waren insbesondere von Januar bis März deutlich kälter als im Vorjahr 2008.

Hinsichtlich der kalten Betriebskosten ist auch im Jahr 2009 von stabilen Preisen auszugehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Kosten für Wasser (+1,7 %), Abwasser (+1,1 %), Müllabfuhr (+0,3 %) und Dienstleistungen (+1,3 %) nur geringfügig gestiegen.

Da die ersten Wochen 2010 noch einmal spürbar kälter gewesen sind als 2009, müsse 2010 wieder mit einem Anstieg der Heizkosten gerechnet werden.

„Die Höhe der kalten, vor allem aber der warmen Betriebskosten wird ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium für Mieter bei der Anmietung der Wohnung oder bei der Fortsetzung des Mietverhältnisses. Ziel des Betriebskostenspiegels ist es deshalb, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die tausende Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Außerdem soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnungen nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern. Und er soll Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren", sagte Hemming.

„Der Betriebskostenspiegel bietet im Wesentlichen vier Vorteile", so das Resümee von Hemming.

  • Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können Mieter überblicken, ob die einzelnen Kosten der Höhe nach plausibel sind.
  • Wohnungssuchende können vor Abschluss eines neuen Mietvertrages erkennen, ob die vorgegebenen Vorauszahlungen realistisch sind, bzw. sie erhalten Informationen, mit welcher Gesamtmietbelastung tatsächlich zu rechnen ist.
  • Im Zuge der Überprüfung von Nebenkostenabrechnungen bieten Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für überhöhte oder unwirtschaftliche Kostenpositionen.
  • Vermieter haben die Chance, Ausreißerpositionen zu erkennen, vergleichsweise hohe Ausgaben für einzelne Betriebskostenarten zu identifizieren und ggf. Maßnahmen zur Kostenreduzierung einzuleiten.\"

 

Betriebskostenspiegel

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