Mieterbund begrüßt Vereinbarung zum Passivhausstandard

Der Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e. V. hat die Vereinbarung zwischen Stadt und GWW, im Weidenborn-Viertel Neubauten auch im Passivhausstandard zu errichten, ausdrücklich begrüßt. „Der Mieterbund Wiesbaden hat bereits auf seiner Jahreshauptversammlung im März 2009 die GWW aufgefordert, ihren Widerstand aufzugeben und zumindest teilweise den Passivhausstandard im Weidenborn-Viertel zu verwirklichen", erklärte der Vorsitzende des Vereins, Helmut Domann, gegenüber der Presse. Bereits damals habe man die Bedenken der GWW bezüglich der behaupteten Unwirtschaftlichkeit wegen wesentlich höherer Baukosten nicht verstanden. Für den Mieterbund war dies insbesondere deshalb nicht nachzuvollziehen, weil die AGB-Holding in Frankfurt inzwischen mit großem Erfolg mehr als 600 Wohnungen im Passivhausstandard gebaut hat und in den nächsten Jahren hunderte von Millionen in diese Bauweise investieren will. Bundesweit seien inzwischen mehr als 20.000 Wohnungen in Passivhausbauweise errichtet worden. Bereits damals habe man sich gefragt, ob alle anderen Investoren schlechter rechnen können als die GWW.

Passivhäuser sind bekanntlich so gut wärmegedämmt, dass die Heizkosten praktisch gegen Null tendieren. Die GWW hätte sich bei Aufrechterhaltung ihres Widerstandes gegen die Passivhausbauweise den Vorwurf gefallen lassen müssen, die Chance ungenutzt zu lassen, den steigenden Heizkosten konsequent den Kampf anzusagen. Die Passivhausbauweise mache es möglich, auf Heizkostenabrechnungen weitgehend zu verzichten, was nicht nur der GWW, sondern auch den Mietern viel Geld und eine Menge Ärger ersparen würde, erklärte Domann weiter. „Mittelfristig rechnet sich die Passivhausvariante nach unserer festen Überzeugung auf jeden Fall, da man von den Folgen weiter steigender Energiekosten weitestgehend verschont bleibt", erklärte Mieterbund-Geschäftsführer, Jost Hemming. Beim Mieterbund erwartet man deshalb auch von den verantwortlichen Kommunalpolitikern, dass sie im Interesse des Klimaschutzes und im Interesse der Mieterinnen und Mieter die Zusage einhalten und die GWW im Bedarfsfall von etwaigen höheren Baukosten entlasten.

 

 

 

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