Die Berater des Mieterbundes Wiesbaden und Umgebung e.V. führten im vergangenen Jahr rund 3.600 Rechtsberatungen zu Betriebskostenabrechnungen durch, 22 Prozent aller Rechtsberatungen drehen sich um dieses Thema. Das erschreckende Ergebnis: Jede zweite Abrechnung ist falsch oder zumindest erläuterungsbedürftig.
Jährlich verschicken Deutschlands Vermieter ca. 30 Millionen Betriebskosten-abrechnungen. Millionen Mieter erleben dann eine böse Überraschung, weil sie oft hohe Nachzahlungen leisten müssen, mit denen sie nicht gerechnet hatten.
Bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung belaufen sich die kalten Nebenkosten und die Heizkosten schnell zusammen auf 2.250 Euro im Jahr. Auseinandersetzungen und Streitigkeiten mit Vermietern und Hausverwaltungen über die Frage, welche Kosten tatsächlich über die Betriebskostenabrechnung umgelegt werden dürfen und welche nicht, sind an der Tagesordnung.
Der Deutsche Mieterbund hat deshalb seine Betriebskostenbroschüre „Die zweite Miete" überarbeitet und neu aufgelegt. Auf 96 Seiten erklären Mietrechtsexperten die häufigsten Probleme und Streitpunkte und geben in verständlicher Sprache Tipps, wie die Betriebs- und Heizkostenabrechnung geprüft werden kann. Die Neuregelungen der Heizkostenverordnung, die ab 2009 gelten, sind selbstverständlich eingearbeitet, genauso wie die aktuellste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
Die Broschüre „Die zweite Miete" enthält zusätzlich eine Muster-Heizkostenabrechnung, Checklisten zur Überprüfung der Abrechnungen und viele Vergleichszahlen, mit deren Hilfe eingeschätzt werden kann, ob die geforderten Zahlungen des Vermieters angemessen sind oder nicht.
Die DMB-Broschüre „Die zweite Miete" (ISBN 978-3-933091-80-2) ist beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V., Adelheidstraße 70, zum Preis von 6 Euro erhältlich oder kann bestellt werden beim DMB-Verlag, 10169 Berlin, bzw. unter www.mieterbund.de (zzgl. 1,20 Euro Versandkosten).