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„In Ihrer Wohnung wird zukünftig die Firma I. Ihren Heizungs- und Wasserverbrauch ermitteln. In diesem Zusammenhang sollen die tauschfälligen Messgeräte gegen elektronische Geräte von I. ausgetauscht werden... Die Gerätekosten, wie auch die Kosten der jährlichen Ablesung, werden nach den Bestimmungen der Heizkostenverordnung als Bestandteil der jährlichen Gesamtkosten mit der Heizkostenabrechnung umgelegt... Damit die Montage der Messgeräte vollständig erfolgen kann, ist es unbedingt erforderlich, dass Sie der Firma I..... den Zutritt zu Ihrer Wohnung ermöglichen".
Mit diesem Schreiben vom Juni dieses Jahres, das weder Datum noch Unterschrift noch Telefonnummer noch Nennung eines Sachbearbeiters enthielt, brachte die Deutsche Annington, mit über 200.000 Wohnungen Deutschlands größter Vermieter, die Mieterinnen und Mieter in den ehemaligen Eisenbahnerwohnungen Am Königsfloss in Mainz-Kastel auf die Barrikaden. Protest- und Widerspruchsschreiben waren die Folgen. Der Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. wurde eingeschaltet. Grund für die Empörung der Mieterinnen und Mieter ist die Tatsache, dass in den betroffenen Wohnungen bereits funktionstüchtige elektronische Heizkostenverteiler installiert sind und diese zur derzeitigen Wohnungsausstattung gehören. Für die Mieter ist nicht einzusehen, wieso die funktionstüchtigen Messgeräte nunmehr ausgetauscht werden sollen und die Mieter dafür auch noch die Kosten zahlen sollen.
Was die Mieter besonders empört: Die Widerspruchsschreiben der Mieterinnen und Mieter wie auch des Mieterbundes Wiesbaden scheint die Deutsche Annington einfach ignorieren zu wollen. Denn Ende Juli fanden die Mieter das wortgleiche Schreiben vom Juni erneut in ihrem Briefkasten.
Überhaupt sind die Mieter in Mainz-Kastel auf die Deutsche Annington nicht gut zu sprechen, da in aller Regel Einsprüche und Mängelanzeigen nicht bearbeitet würden. Der Versuch, im Kundencenter der Deutschen Annington in Bochum telefonisch vorstellig zu werden, sei meist zum Scheitern verurteilt, weil man dort endlos lang in der Warteschleife hängt, und das für 3,9 Cent pro Minute. Eine Erfahrung, die nach Auskunft von Jost Hemming, Geschäftsführer des Mieterbundes Wiesbaden und des Deutschen Mieterbundes - Landesverband Hessen e.V. auch von anderen hessischen Mietervereinen bestätigt wird.