Erster Betriebskostenspiegel für Wiesbaden

Mieter zahlten im Jahr 2007 in Wiesbaden durchschnittlich 2,03 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten. „Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,82 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen", erklärte der Vorsitzende des Mieterbundes Wiesbaden, Helmut Domann, anlässlich der Veröffentlichung des ersten Betriebskostenspiegels für Wiesbaden. „Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 2 707,20 Euro im Jahr 2007 nur an Betriebskosten aufgebracht werden", so Domann. Damit lag Wiesbaden in etwa auf dem hessenweiten Niveau (2.726,40 Euro).

„Die Höhe der kalten, vor allem aber der warmen Betriebskosten wird ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium für Mieter bei der Anmietung der Wohnung oder bei der Fortsetzung des Mietverhältnisses. Ziel des Betriebskostenspiegels ist es deshalb, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die tausende Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Außerdem soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnungen nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern. Und er soll Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren", sagte Domann.

„Der Betriebskostenspiegel bietet im Wesentlichen vier Vorteile", so das Resümee von Domann.

  • Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können Mieter überblicken, ob die einzelnen Kosten der Höhe nach plausibel sind.
  • Wohnungssuchende können vor Abschluss eines neuen Mietvertrages erkennen, ob die vorgegebenen Vorauszahlungen realistisch sind, bzw. sie erhalten Informationen, mit welcher Gesamtmietbelastung tatsächlich zu rechnen ist.
  • Im Zuge der Überprüfung von Nebenkostenabrechnungen bieten Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für überhöhte oder unwirtschaftliche Kostenpositionen.
  • Vermieter haben die Chance, Ausreißerpositionen zu erkennen, vergleichsweise hohe Ausgaben für einzelne Betriebskostenarten zu identifizieren und ggf. Maßnahmen zur Kostenreduzierung einzuleiten."

 

Betriebskostenspiegel

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