Mit Sorge beobachtet man beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. die Entwicklung bei der Wohnbau Mainz. Die Mieterorganisation befürchtet Nachteile für die rund 13.000 Mieterhaushalte der Wohnungsgesellschaft.

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Mieterbund in Sorge um Wohnbau Mainz

Mit Sorge beobachtet man beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. die Entwicklung bei der Wohnbau Mainz. Die Mieterorganisation befürchtet Nachteile für die rund 13.000 Mieterhaushalte der Wohnungsgesellschaft. "Es muss alles getan werden, damit die Wohnungen in kommunalem Besitz bleiben", erklärte der Geschäftsführer des Mieterbundes Wiesbaden, Jost Hemming. Darüber hinaus dürfe die Sanierung der Gesellschaft nicht auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter ausgetragen werden. In diesem Zusammenhang warnte Hemming ausdrücklich vor überzogenen Mieterhöhungen. Auch mit Mieterhöhungen könne man Mieter aus ihren Wohnungen vertreiben. Die Mieter hätten die Krise der Wohnungsgesellschaft nicht zu verantworten.

Der Vorteil der Aufteilung der Gesellschaft in eine größere Mainzer und eine kleinere Wiesbadener Wohnbaugesellschaft erschließe sich den Verantwortlichen des Mieterbundes derzeit nicht, zumal man in Wiesbaden über eine intakte kommunale Wohnungsgesellschaft verfüge. Zwei separate Gesellschaften erforderten in der Regel auch zwei eigenständige Unternehmensstrukturen, die letzten Endes finanziert werden müssten, was die Verwaltung des Wohnungsbestandes nur verteure. Darüber hinaus befürchtet man beim Mieterbund Wiesbaden im Falle der Ausgliederung der rund 2.800 Wiesbadener Wohnungen der Wohnbau Mainz in eine eigenständige Wiesbadener Gesellschaft, dass diese dann eines Tages meistbietend veräußert werden, um die Mainzer Gesellschaft zu sanieren. Bisher würden die Mieterinnen und Mieter auf die Worte vertrauen, dass sie weiter im Besitz einer kommunalen Gesellschaft verbleiben und damit weitestgehenden Schutz vor Finanzspekulanten genießen. Hemming warnte davor, dieses Vertrauen zu verspielen.

 

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