Öffnungszeiten
Mitgliedschaft
Mieterzeitung
Heizkostencheck
Klimaschutz
Quo vadis soziale Stadtentwicklung?

Wiesbaden, den 29.02.2008

Verzicht auf Wohnungsverkäufe in AKK gefordert

„Die Stadt Mainz sollte aus wirtschaftlichen und politischen Gründen auf den Verkauf der rund 2.800 AKK-Wohnungen verzichten“, forderte der Geschäftsführer des Mieterbundes Wiesbaden und Umgebung e.V., Jost Hemming. Er reagierte damit auf die Äußerungen des Mainzer Finanzdezernenten Merkator, der das Angebot der Stadt Wiesbaden als unzureichend abgelehnt und für den Fall, dass man sich über den Kaufpreis nicht einigen könne, ein Bieterverfahren angekündigt hat.

„Wir sind schon aus wohnungspolitischen Gründen gegen den Verkauf der AKK-Wohnungen an internationale Investoren und Kapitalgesellschaften. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt ist aber auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht nachvollziehbar“, sagte Hemming.

Bei einer vernünftigen Bewirtschaftung und Verwaltung der Wohnungsbestände könnten für die Stadtkasse attraktivere Einnahmen erzielt werden, als durch den Verkauf dieses öffentlichen Tafelsilbers. Die Stadt Mainz solle sich ein Beispiel am Bund nehmen, der inzwischen davon Abstand genommen hat, das Gros seiner 7.000 Wohnungen in Berlin zu verkaufen. Die Mieteinnahmen seien nicht zu verachten, heißt es dort, weshalb die Wohnungen möglichst lange in der Hand des Bundes bleiben sollen. Außerdem bliebe die Gesellschaft für langfristige Ziele der Städte Mainz und Wiesbaden und im Interesse der Menschen erhalten.

„Der Verkauf von rund 2.800 Wohnungen gegen politische und wirtschaftliche Vernunft darf nicht zur abstrakten Durchsetzung finanzpolitischer Vorstellungen missbraucht werden“, erklärte Hemming

Druckversion