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Wiesbaden, den 17.04.2008

Unruhe unter den Mietern in der Dantestraße - Plant die GWW weiteren Wohnungsabriss?

Nach dem Weidenbornviertel nun die Dantestraße? Unter den Mietern der GWW-Häuser Dantestraße 1-33 herrscht Unruhe. Hilfesuchend haben sich einige von Ihnen an den Mieterbund Wiesbaden in der Adelheidstraße 70 gewandt. Ursache hierfür ist ein Schreiben der GWW vom März 2008, in dem es unter anderem heißt, „dass sich die bauliche Beschaffenheit der Wohngebäude in dem Anwesen Dantestraße 1-33 weiter verändert… . Aufgrund der Bausubstanz sind die Möglichkeiten für eine Sanierung und Erhaltung der Gebäude erschöpft, so dass ein langfristiges Verbleiben in den Wohnungen nicht möglich ist“.

Beim Mieterbund ist man über den Inhalt des GWW-Schreibens erstaunt. „Offensichtlich hat die GWW inzwischen ihre Vorliebe für den Abriss und anschließenden Neubau von Wohnungen entdeckt“, erklärte Mieterbund-Geschäftsführer Jost Hemming ironisch. Der Vorgang erinnere in fataler Weise an die Vorgehensweise der GWW im Weidenbornviertel. Wie bereits berichtet werden die Häuser des gesamten Viertels „platt gemacht“, um darauf rund 800 neue Wohneinheiten mit Eigentumswohnungen und mit Mietwohnungen zu errichten, die allerdings hinterher zu wesentlich höheren Mietpreisen angeboten werden. Die Andeutungen in dem Schreiben der GWW seien so vage, dass sie eigentlich nur eines bewirken können: Verunsicherung unter den Mietern. Bei den zumeist älteren Mieterinnen und Mietern geht inzwischen die bange Frage um, wie lange sie noch in ihren Wohnungen bleiben können.

Auf den ersten Blick sei nicht zu erkennen, warum nun auch die rund 180 Wohneinheiten in der Dantestraße angeblich längerfristig nicht mehr zum Wohnen geeignet sein sollen, erklärte Hemming weiter. Der Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. forderte daher die GWW auf,

  • unverzüglich Auskunft darüber zu erteilen, was die genauen Hintergründe für das Schreiben vom 11. März 2008 sind,

  • insbesondere darzulegen, warum die Häuser offensichtlich abgerissen werden sollen,

  • wo die Mieter im Einzelnen bleiben sollen,

  • wer die Umzugskosten übernimmt

  • und zu welchem Mietpreis den Mieterinnen und Mietern im Falle eines Umzugs andere Wohnungen angeboten werden.

Die Vorgehensweise der GWW sei keineswegs dazu geeignet, das am Ende des Schreibens postulierte gegenseitige Vertrauen zu stärken. Das Schreiben der GWW habe unter den Mietern für Misstrauen, Verunsicherung und Angst gesorgt.

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