Wiesbaden, den 24.10.2008

Mieterbund erzielt Erfolg - Heizung und Wasser werden nicht abgestellt

„Selbstverständlich werden wir die Wärme- und Wasserversorgung am Philippsring bis zum Abschluss dieses Prozesses gewährleisten“. Mit diesen Worten reagierte die ehemals gewerkschaftseigene Immobiliengesellschaft BauBeCon, die heute zum Pirellikonzern gehört, postwendend auf die Androhung gerichtlicher Schritte durch den Mieterbund Wiesbaden. Dieser hatte dem Wohnungsunternehmen angedroht, bei Gericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken, falls diese die Ankündigung wahr machen und den verbliebenen Mietern im Philippsring in Mainz-Kastel die Heizung und die Wasserversorgung abstellen lassen.

„Damit ist erst einmal das Schlimmste abgewendet“, erklärte Mieterbund-Geschäftsführer Jost Hemming. Die Mieter müssen nicht befürchten, nach dem 31.10.2008 in einer kalten Wohnung ohne Wasserversorgung zu sitzen. Dies hatte die BauBeCon angedroht, weil die verbliebenen Mieter bisher nicht bereit waren, einen Mietaufhebungsvertrag zu unterzeichnen. Die BauBeCon dringt auf einen solchen Mietaufhebungsvertrag, weil sie die Gebäude nach der „Entmietung“ eventuell sanieren will. Der Abschluss eines solchen Mietaufhebungsvertrages war bisher nicht zustande gekommen, weil die BauBeCon kein akzeptables Angebot unterbreitet hat, heißt es auf Mieterbundseite. Gleichwohl werde auf Seiten der Mieterorganisation die Sanierungsbedürftigkeit der Häuser am Philippsring anerkannt. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass die Mieter rechtlos werden. Wenn die BauBeCon eine Räumung der Wohnungen wünscht, müsse sie ein akzeptables Angebot für die Mieter auf den Tisch legen. Bisher gebe es ein solches Angebot aber nicht.

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