Wiesbaden, den 29.10.2008

Wohngeld + Heizkosten

Mit der soeben beschlossenen Wohngeldreform wird nicht nur eine längst überfällige Erhöhung der Mietzuschüsse, sondern erstmals auch ein Heizkostenausgleich eingeführt. Damit ist, wie der Vorsitzende des Mieterbund Wiesbaden Helmut Domann hervor hob, eine Forderung des Deutschen Mieterbundes umgesetzt worden, angesichts drastisch steigender Energiepreise im Kalenderjahr 2008 auch die regelmäßige Zahlung eines Heizkostenzuschusses ebenso vorzusehen, wie das Vorziehen der Wohngeldreform auf den 01.10.2008.

Nach Angaben des Bundesbauministers Wolfgang Tiefensee sollen Wohngeldempfänger im Frühjahr 2009 einen Heizkostenausgleich oder eine Sonderzahlung bzw. einen Zuschlag erhalten. Da hierfür 130 Millionen Euro vorgesehen sind, geht der Deutsche Mieterbund von einer Einmalzahlung für Heizung in Höhe von 150,-- € bis 200,-- € für jeden Wohngeldbezieher aus. Zusätzlich werde die Erhöhung des durchschnittlichen Wohngeldes von z.Zt. 90,-- € auf 140,-- € monatlich um drei Monate auf den 01.10.2008 vorgezogen.

Insoweit sei, so Domann, ein erfreulich rundes Wohngeldpaket geschnürt worden, welches gerade die einkommensschwachen Haushalte angesichts zu erwartender, deutlich höherer Heizkosten entlaste. Domann betonte jedoch gleichzeitig, dass damit Mieter und Vermieter von ihren gemeinsamen Bemühungen nicht befreit seien, für eine energetische Aufrüstung durch den Einbau energiesparender Fenster, Dämmung der Außenwände, Abdichtung von Kellerdecken und Bodenfußböden und effektivere Heizungen zu sorgen.

Die Zahlung einer einmaligen Heizkostenpauschale und danach die regelmäßige Einbeziehung der Heizkosten in das Wohngeld sei für die unteren Einkommensgruppen sicher der richtige Weg, notwendig sei es aber für alle, dabei die Einsparung von Heizkosten nicht aus den Augen zu verlieren.

Immerhin gebe das jetzt in Kraft getretene Gesetz einem größer werdenden Bevölkerungskreis die Möglichkeit, Wohngeldanträge beim Wohnungsamt der Stadt Wiesbaden zu stellen, wozu der Mieterbund ausdrücklich aufruft.

Druckversion