Wiesbaden, den 29.08.2006

Erster Erfolg für die Mieter in der Galatea-Anlage

Der Widerstand des Mieterschutzvereins Wiesbaden und Umgebung e.V. gegen die Nebenkostenabrechnungen der LEG Baden-Württemberg Wohnungsverwaltungsgesellschaft für die Mieterinnen und Mieter der GALATEA-Anlage, insbesondere die Bunsenstraße 6, hat zu einem ersten Erfolg geführt. Wie der Geschäftsführer des Vereins, Jost Hemming, gegenüber der Presse mitteilte, hat die erste Mietpartei in der Bunsenstraße 6 eine Gutschrift wegen überhöhter Allgemeinstromkosten für die 2003 und 2004 in Höhe von 542,00 EUR erhalten. In Ihrem Schreiben an die Mieter, in dem ein „zu hoher Preisansatz für die gemessenen Kwh der Zwischenzähler“ als Begründung genannt wurde, hat sich die LEG für das Versehen entschuldigt. In der Ursprungsabrechnung lagen die Stromkosten noch bei rund 0,48 EUR pro Quadratmeter und Monat. Nun wurde der Preisansatz auf knapp 0,14 EUR pro Quadratmeter und Monat reduziert. Bereits im Februar berichtete der Mieterschutzverein über ein seiner Meinung nach großes Nebenkostenchaos in der GALATEA-Anlage. Zum einen waren in den Abrechnungen eine Reihe von Rechenfehler enthalten, teilweise wurden Nebenkostenpositionen doppelt berechnet und über vollkommen unterschiedliche Quadratmeterzahlen verteilt. Am unplausibelsten fanden die Mieterschützer aber die Tatsache, dass für 9.340,96 Quadratmeter Wohnfläche 401,52 EUR an Allgemeinstromkosten angefallen sein sollten, während dann in einer zweiten Position noch einmal für 475,87 Quadratmeter Wohnfläche 2.756,56 EUR Allgemeinstromkosten geltend gemacht wurden. Mit diesem ersten Erfolg ist aber nach Auskunft des Mieterschutzvereins Geschäftsführers die Angelegenheit noch nicht erledigt. Nach wie vor würden insbesondere die Warmwasserkostenabrechnungen noch einige Fragen offen lassen. Auch weitere Nebenkostenpositionen seien noch ungeklärt. Hier bleibe man am Ball.

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