Wiesbaden, den 21.06.2002
GeWeGe-Mieter sind sauer
Die Mieterinnen und Mieter der GeWeGe im Rheingauviertel sind auf ihre Vermieterin nicht gut zu sprechen. Schlug schon die Legionellenverseuchung ihres Warmwassersystems und die mangelhafte Informationspolitik der GeWeGe hohe Wellen, bringt nun eine geforderte Mieterhöhung das Fass zum Überlaufen. Einen Tag bevor die GeWeGe angeblich vom Gesundheitsamt über die Legionellenbelastungen in Kenntnis gesetzt wurde, verschickte sie an die Mieter/innen im Rheingauviertel Mieterhöhungen von durchschnittlich 20,- € pro Monat, ein Verlangen, das die betroffenen Mieterinnen und Mieter in Anbetracht der Einschränkungen, denen sie jetzt unterworfen sind, als äußerst ungerecht und der Situation nicht angemessen empfinden.
"Selbst wenn es zutrifft, dass die GeWeGe erst einen Tag nach Versendung ihres Mieterhöhungsverlangens von dem Ergebnis des Gesundheitsamtes unterrichtet wurde, wäre es der Situation angemessen gewesen, wenn sie unverzüglich nach bekannt werden der Messergebnisse ihre Mieterhöhung zurückgezogen hätte.", erklärte Mieterschutzvereins Geschäftsführer Jost Hemming. Es habe schon ein gewisses "Geschmäckle", dass die Mieterhöhungen genau einen Tag vor Bekanntwerden der Legionellenverseuchung versandt wurden.
Selbst wenn die Erhöhungen noch als moderat bezeichnet werden können, erwartet man beim Mieterschutzverein, dass die GeWeGe die Mieterhöhungen gegenüber den Mieterinnen und Mietern offiziell zurückzieht und zunächst einmal die Sanierung des Warmwasserheizungssystems vornimmt.
Druckversion