Wiesbaden, den 13.05.2002
30. Hessischer Mietertag
[fett]30. Hessischer Mietertag: Wolfgang Hessenauer wiedergewählt[/fett]
Einstimmig hat die Delegiertenversammlung des 30. Hessischen Mietertages am vergangenen Wochenende Wolfgang Hessenauer für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V. bestätigt. Auch die übrigen Mitglieder des Landesvorstandes wurden wiedergewählt.
Die mehr als 130 Delegierten der dem Deutschen Mieterbund angeschlossenen 25 hessischen Mietervereine haben die Hessische Landesregierung noch einmal eindringlich davor gewarnt, das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum zu lockern. Gerade in den größeren Städten wie Kassel, Darmstadt, Frankfurt oder Wiesbaden gebe es einen umfangreichen Altbaubestand in attraktiven Wohngegenden. Dieser Altbaubestand wäre in der Art der Nutzung gefährdet, da die zurzeit als Wohnraum genutzten Wohnflächen besonders stark begehrt seien für eine Umnutzung zu Rechtsanwaltskanzleien, Arztpraxen, Steuerberatungs- und Maklerbüros. Da es hier in letzter Zeit leider widersprüchliche Meldungen aus dem Lager der Regierungskoalition gegeben habe, sei hier dringend eine Klarstellung seitens des Ministerpräsidenten notwendig. Insbesondere die Stadt Kassel dürfe aus dem Geltungsbereich des Zweckentfremdungsverbots nicht herausfallen.
Des Weiteren forderten die Delegierten des Hessischen Mietertages die Landesregierung auf, von ihrer Befugnis, die ihr durch die bundesgesetzliche Regelung eingeräumt wird, Gebrauch zu machen und für die Gebiete mit gefährdeter Mietwohnungsversorgung möglichst bald eine Verordnung zu erlassen, mit der die Kündigungssperrfrist für Erwerber von umgewandelten Mietwohnungen von 3 auf 10 Jahre festgesetzt wird.
Der Mieterschutzverein Wiesbaden und Umgebung e.V. war mit 18 Delegierten einer der am stärksten vertretenen Mietervereine. Sein Vorsitzender, Martin Christoph, wurde wieder als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt.
Druckversion