Wiesbaden, den 16.12.2004

GWW: Erster Erfolg für die Mieter

Kommt man nun bei der GWW doch noch zur Einsicht? Bekanntlich hatte die städtische Wohnungsbaugesellschaft Ende Oktober rund 1.800 Mieterhaushalte ihres Wohnungsbestandes mit Mieterhöhungen geschockt, die teilweise weit über dem zulässigen Maß des Mietspiegels lagen. Die Vorgehensweise der GWW war beim Mieterschutzverein auf massive Kritik gestoßen. Inzwischen haben nahezu 100 Mieter die Beratungsstunden des Vereins aufgesucht. In jedem einzelnen Fall wurde die Mieterhöhungsforderung von den Rechtsberatern des Mieterschutzvereins überprüft und ggf. zurückgewiesen. Inzwischen scheint der breite Widerstand bei der GWW eine erste Wirkung zu zeigen. Wie der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins, Jost Hemming, mitteilte, liegt nun ein Schreiben der GWW an eine Mieterin in der Eibinger Straße vor, in dem das Mieterhöhungsverlangen zurückgenommen wird. Begründung: Es handelte sich um eine unmodernisierte Wohnung. Die Mieterin kann ab 01.01.2005 die bisherige Miete weiterzahlen. Beim Mieterschutzverein geht man davon aus, dass weitere Fälle von Mieterhöhungsrücknahmen folgen werden. Allerdings warnt die Mieterorganisation die Mieter davor, einfach nur tatenlos abzuwarten. In jedem Einzelfall müsse die Mieterhöhung überprüft und ggf. zurückgewiesen werden. Tatenloses Schweigen bedeute Ablehnung und könne unter Umständen den Mieter teuer zu stehen kommen.

Druckversion