Darf das so?
Öffnungszeiten
Mieterzeitung
Heizkostencheck
Klimaschutz
Quo vadis soziale Stadtentwicklung?

Wiesbaden, den 09.11.2011

Betriebskostenspiegel: Haus und Grund kneift!

Mit Bedauern hat man beim Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. die Entscheidung von Haus & Grund Wiesbaden, sich an der Erstellung eines gemeinsamen Betriebskostenspiegels nicht zu beteiligen, zur Kenntnis genommen. 

Noch im Sommer dieses Jahres hatte die Eigentümerschutzgemeinschaft den Wiesbadener Betriebskostenspiegel als „nicht akzeptabel“ bezeichnet und dies unter anderem damit begründet, dass ein „seriöser Betriebskostenspiegel“ nach Auffassung von Haus & Grund auf einer viel breiteren und umfangreicheren Datenbasis erstellt werden müsste. Dies könnte insbesondere dadurch geschehen, dass Haus & Grund in die Erstellung eines solchen Spiegels einbezogen würde (s. Wiesbadener Kurier vom 09.07.2011). Der Mieterbund Wiesbaden und Umgebung e.V. hatte dieses Angebot aufgenommen und der Eigentümerschutzgemeinschaft die Erstellung eines solchen gemeinsamen Betriebskostenspiegels angeboten. Nun erhielten die Verantwortlichen ein Ablehnungsschreiben, das vom Vorsitzenden Woidich unterschrieben ist. Die im Ablehnungsschreiben aufgestellte Begründung, dass eine Mitwirkung nicht möglich sei, weil es „hier bereits datenschutzrechtliche Probleme gibt“, hält man beim Mieterbund Wiesbaden für ein vorgeschobenes Argument. „Haus und Grund kneift“, erklärte der Vorsitzende des Mieterbundes Wiesbaden, Helmut Domann. Die datenschutzrechtlichen Bedenken hätte man leicht ausräumen können. Offensichtlich scheue man bei Haus & Grund aber die Transparenzwirkung eines Betriebskostenspiegels, wie man überhaupt immer wieder bei der Eigentümerschutzgemeinschaft dann auf Bedenken stoße, wenn es darum geht, für die Teilnehmer am Wohnungsmarkt mehr Transparenz herzustellen, zum Beispiel durch Betriebskostenspiegel oder Energieausweise.

„Wir haben die Entscheidung von Haus & Grund mit Bedauern zur Kenntnis genommen“, erklärte der Mieterbund-Vorsitzende. „Dies wird uns nicht daran hindern, auch weiterhin bei entsprechender Datenlage einen Betriebskostenspiegel für Wiesbaden zu veröffentlichen, auch wenn dieser keine rechtliche Bindung hat. Für die Beteiligten am Wohnungsmarkt bleibt er trotzdem eine wichtige Orientierungshilfe“, erklärte Domann abschließend.

Druckversion